Teilstationäre Einrichtung

Die teilstationäre Behandlung findet in einer Tagesklinik statt. Als Patient besuchen Sie die Tagesklinik für einen bestimmten Zeitraum während des Tages für Diagnose, Behandlung und Betreuung, kehren aber normalerweise nach Hause zurück, um zu übernachten. Eine teilstationäre Behandlung ist möglich, wenn die psychische Erkrankung dies zulässt. Aktuell stehen rund 40 tagesklinische Plätze für Erwachsene sowie 12 Behandlungsplätze für psychisch erkrankte Kinder- und Jugendliche zur Verfügung.

Tagesklinik I

Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, Traumafolgestörungen, Depressionen oder Ängsten

In der psychosomatischen Tagesklinik bieten wir 20 Behandlungsplätze für alle Patient*innen ab Vollendung des 18. Lebensjahres bis zum 40. Lebensjahr. Abweichungen sind bei bestehender Indikation und nach Absprache möglich. Wir behandeln u.a. depressive Erkrankungen, Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen, somatoforme Störungen, Körperbeschwerden mit psychischen Einflussfaktoren, chronische Schmerzstörungen, Traumafolgestörungen sowie Persönlichkeitsstörungen. Patienten mit aktiver Alkohol- und Drogenabhängigkeit, akuter Eigen- oder Fremdgefährdung, floriden psychotischen Symptomen, Demenzerkrankungen sowie Essstörungen, welche symptomatische führend sind, können nicht in unserer Tagesklinik therapiert werden.

Wir arbeiten nach einem multimodalen Behandlungskonzept mit einem tiefenpsychologisch fundierten sowie einem verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Therapiezweig. Die Behandlung ist vorwiegend gruppentherapeutisch orientiert, da wir davon ausgehen, dass eine seelische Erkrankung in den meisten Fällen mit einer Beziehungsstörung verbunden ist. Dabei können wiederholt Konflikte mit anderen Menschen auftreten oder auch eine Unzufriedenheit mit der eigenen Person oder dem eigenen Körper. Unsere Patient*innen sollen durch umfassende Gespräche im Gruppen- und Einzelsetting die Möglichkeit erhalten, ihre individuelle Problematik aufzuarbeiten sowie biographische Zusammenhänge mit ihren Auswirkungen auf die aktuelle Beziehungsgestaltung zu verstehen.

Nicht selten ist es in der Vergangenheit zu belastenden Erfahrungen gekommen, die weder erinnert noch gesagt werden konnten. In geschützter und vertrauensvoller Atmosphäre besteht deshalb auch im Rahmen unserer begleitenden Therapieverfahren, wie z.B. der Kommunikativen Bewegungstherapie und dem Bildnerischen Gestalten, die Möglichkeit, diese Erfahrungen auf einem anderen Weg zum Ausdruck zu bringen.

Außerdem möchten wir unsere Patient*innen dabei unterstützen, sich wieder wohl zu fühlen sowie Freude im Alltag und einen selbstfürsorglichen Umgang mit sich zu finden.

Die tagesklinische Therapie ist ein günstiges Angebot für Patient*innen, die während der Behandlung den Kontakt zu ihrem alltäglichen sozialen Umfeld aufrechterhalten möchten (z.B. Eltern mit kleinen Kindern). Das Therapiesetting erfordert ein gewisses Maß an Leistungsfähigkeit, die Anforderungen des Alltags und der Therapie parallel zu bewältigen. Dabei besteht die Chance, neue Verhaltensweisen schnell in den Alltag zu transferieren und Probleme effektiv anzugehen.

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Kontakt

Oberärztin Julia Franke

Fachärztin für Psychosomatische Medizin

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon: 03447 / 562-450
Telefax: 03447 / 562-460
E-Mail: tagesklinik(at)psychiatrie-altenburg.de

Aufnahme

Nach Anmeldung des behandelnden Haus- oder Facharztes führen wir zunächst ein Vorgespräch zum gegenseitigen Kennenlernen, Klärung von Zielen/Behandlungsauftrag, etc. Die Aufnahme kann dann innerhalb weniger Wochen erfolgen.

Am Aufnahmetag stellen Sie sich bitte gegen 8 Uhr mit Einweisungsschein Ihres Arztes und Chipkarte zunächst im Schwesternzimmer der Tagesklinik I vor.

Die administrative Aufnahme findet in der Patientenaufnahme, EG, Verwaltung, statt.

Bringen Sie bitte relevante Vorbefunde und vorhandene Medikamente mit - sowie neben Ihrem persönlichen Bedarf für die Zeit auch bequeme Kleidung, Sportsachen und Turnschuhe.

In der Tagesklinik I findet ein Aufnahmegespräch mit dem für Sie zuständigen Therapeuten, eine ärztliche Untersuchung sowie eine pflegerische Aufnahme statt.

Nach dem Aufnahmegespräch und der ärztlichen Untersuchung erhalten Sie eine individuelle Behandlungsvereinbarung, die neben allgemeinen Stationsregeln den Umgang mit selbstverletzendem oder therapieschädigendem Verhalten, auch Suchtmittelkonsum und Suizidalität regelt.

Patientenverwaltung / Aufnahme

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon: 03447 / 562-158
Telefax: 03447 / 562-150
E-Mail: patientenverwaltung(at)psychiatrie-altenburg.de

Behandlung und Therapie

Die tagesklinische Behandlung gliedert sich in eine diagnostische, eine Behandlungs- sowie eine Abschlussphase.

Sie werden für die ersten zwei Wochen der Diagnostikphase in das Basistherapieprogramm integriert mit therapeutischen Einzelgesprächen, Werk- und Bewegungstherapie sowie einer Gruppe zur Achtsamkeit und Training von Alltagskompetenzen wie Koch-, Back- oder Gartengruppe.

Bei Erstaufnahmen erfolgen auch Untersuchungen wie Labor und EKG, evemtuell auch EEG und bildgebende Verfahren sowie testpsychologische Untersuchungen.

In dieser ersten Phase werden gemeinsam Behandlungsziele formuliert und entschieden, welche weiteren therapeutischen Maßnahmen eingesetzt werden und ob es einer Behandlung mit Psychopharmaka bedarf.

In der Behandlungsphase kommen weitere Gruppenangebote hinzu wie zum Beispiel Tanztherapie, Gestaltungsgruppe, Gruppen zur Psychoedukation, soziale Kompetenz, Stabilisierung und Einübung von besonderen Fertigkeiten (Skills).

Einzeltherapeutisch werden tiefenpsychologisch orientierte und verhaltenstherapeutische Ansätze (wie etwa Schematherapie und DBT) integriert.

Jeder Tag beginnt mit einer Morgenrunde und endet mit der Abschlussrunde.

Als zusätzliches Angebot sind Gespräche mit unseren Klinikseelsorgern möglich.

Sozialdienst

Charakteristisch für die Soziale Arbeit im Kontext der Sozialpsychiatrie ist die Betrachtung des Menschen in seiner Ganzheitlichkeit, also mit seiner Individualität und seiner Entwicklungsgeschichte, mit seinem soziokulturellen Lebensraum und seiner wirtschaftlichen Situation.

Der Kliniksozialdienst ist fester Bestandteil der Stationsteams. Das Ziel unserer Sozialarbeiter und Sozialpädagogen besteht darin, unter Nutzung und Berücksichtigung vorhandener Ressourcen Beratung, Unterstützung und Organisation von Hilfen zu gewährleisten. Dabei soll auf Grundlage des personenzentrierten Ansatzes eine individuell zugeschnittene, der persönlichen und sozialen Situation angemessene Hilfe gefunden werden.

Die Unterstützung des Sozialdienstes in der TKI bezieht sich unter anderem auf:

  • Klärung von Anspruchsvoraussetzungen gegenüber Leistungsträgern sowie Hilfen zur finanziellen Sicherung des Lebensunterhalts (zum Beispiel Krankengeld, ALG I, ALG II, Wohngeld, Grundsicherung, Erwerbsminderungsrente)
  • Ersthilfen zur Schuldenregulierung und Vermittlung in Schuldnerberatung
  • individuelle Beratung zur Beantragung sozialrechtlicher Leistungen (zum Beispiel Fahrtkostenerstattung, Schwerbehindertenrecht, gesetzliche Betreuung)
  • Beratung zu rehabilitativen Hilfen zur Verbesserung, Erhaltung oder Wiederherstellung von beruflichen oder sozialen Fähigkeiten wie zum Beispiel Maßnahmen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation, zur stufenweisen Wiedereingliederung am Arbeitsplatz sowie Eingliederungshilfen im Bereich Wohnen und Tagesstrukturierung
  • Unterstützung bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven (Bewerbungsschreiben, geschützte Ausbildung, Werkstatt für behinderte Menschen) beziehungsweise Reintegration in bestehende Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse
  • Information und Vermittlung in ambulante, unterstützende Hilfeangebote (zum Beispiel Psychotherapeuten, Beratungsstellen, Begegnungsstätten, Ämter und Behörden)
  • Beratung zu nicht-psychiatrischen Angeboten zur Tagesstrukturierung unter Einbeziehung der Ressourcen und Interessen (zum Beispiel Sport- und Freizeitbereich, Volkshochschule, Bibliothek, ehrenamtliche Tätigkeit)

Sozialdienst Tagesklinik I

Anita Unger

Diplom-Sozialarbeiterin

Telefon: 03447 / 562-463
Telefax: 03447 / 562-460
E-Mail: a.unger(at)psychiatrie-altenburg.de

Entlassung

Ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit ist die Entlassungsvorbereitung in der Abschlussphase, die rechtzeitig mit Ihnen im multiprofessionellen Team erarbeitet wird und die wir als Transfer hier erreichter Besserung in Ihren Alltag verstehen.

Ziel Ihrer Behandlung besteht u.a. darin, neue Problembewältigungsstrategien zu lernen und einzuüben. Hierbei wird Ihnen das therapeutische Team Hilfestellung geben und Sie begleiten.

Es werden Kontakte zur hiesigen Beratungsstelle für psychisch Kranke oder auch zu niedergelassenen Psychotherapeuten vermittelt.

In Einzelfällen wird die Weiterbehandlung durch unsere Institutsambulanz gewährleistet.

Zur Entlassung erfolgt sowohl ein therapeutisches als auch ein pflegerisches Gespräch.

Eine Intervallbehandlung kann in einzelnen Fällen erforderlich/sinnvoll sein.

Tagesklinik II

In unserer Tagesklinik II stehen 20 Behandlungsplätze zur vorwiegenden Behandlung von Patienten im Alter zwischen 25 und 65 Jahren zur Verfügung. Die Behandlungsdauer richtet sich im Allgemeinen nach dem Krankheitsbild. Sie wird individuell vereinbart und liegt breit gefächert zwischen zwei und zwölf Wochen. Vordergründiges Ziel ist die psychotherapeutische Erarbeitung und Einübung von neuen Bewältigungsstrategien und Möglichkeiten zur Problembewältigung im Alltag des Patienten. Das multiprofessionelle Team der Tagesklinik besteht aus Fach- beziehungsweise Oberarzt, Stationsarzt, Psychologen, Spezial-, Ergo- und Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Pflegepersonal, das Ihnen als Bezugsperson zur Seite steht. In der Tagesklinik gibt es mehrere Gruppenräume, zwei Ergotherapie-Räume, einen Gemeinschafts- beziehungsweise Speisesaal, eine Küche sowie weitere Aufenthalts- und Ruheräume. Persönlichen Dinge (Geld, Smartphone etc.) können während der Therapiezeit in einem Spind eingeschlossen werden.

Da ein Transport zwischen Wohnort und Tagesklinik nur in Ausnahmefällen aus therapeutischen Gründen sowie nur über einen begrenzten Zeitraum in Erwägung gezogen werden kann, sollten die Patienten in der Lage sein, den Weg selbst zu bewältigen.

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Kontakt

Oberärztin Barbara Franke

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon: 03447 / 562-420
Telefax: 03447 / 562-430
E-Mail: tagesklinik2(at)psychiatrie-altenburg.de

Dr. Franziska Einsle

Dipl. Psychologin, Psychotherapeutin

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon: 03447 / 562-420
Telefax: 03447 / 562-430
E-Mail: tagesklinik2(at)psychiatrie-altenburg.de

Aufnahme

Nach Zuweisung durch den behandelnden Haus- oder Facharzt führen wir zunächst planmäßig ein indikationsstellendes Vorgespräch zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zur Klärung von Behandlungsaufträgen und -zielen durch.

In diesem Erstgespräch erhalten Sie zudem ein Informationsblatt mit allen wichtigen Eckdaten zur tagesklinischen Behandlung und genauere Auskunft über einen Aufnahmetermin.

Am vereinbarten Aufnahmetag werden Sie in der Regel um 8 Uhr in unserer Tagesklinik II begrüßt und in das teilstationäre Behandlungssetting eingewiesen.

Bringen Sie bitte neben Ihrem persönlichen Bedarf den Einweisungsschein Ihres Arztes, Ihre Chipkarte, relevante Vorbefunde und bequeme Kleidung wie Sportsachen und Turnschuhe mit.

Vor Ort findet dann ein Aufnahmegespräch mit dem für Sie zuständigen Therapeuten, eine ärztliche Untersuchung sowie eine pflegerische Aufnahme statt.

In diesen Kontakten erhalten Sie weiterführende Informationen zu den Rahmenbedingungen der Behandlung und zum Umgang mit potentiell therapiegefährdenden beziehungsweise therapiestörenden Situationen.

Behandlung und Therapie

Die tagesklinische Behandlung gliedert sich in eine Diagnostik-, eine Behandlungs- und eine Entlassungsphase. Während der ersten zwei Wochen werden Sie in das Basistherapieprogramm mit Ergotherapie, Bewegungsangeboten, Entspannungsverfahren wie PMR sowie Achtsamkeit, nonverbalen Therapien wie Tanztherapie sowie Musiktherapie und therapeutischen Einzelgesprächen integriert. Zudem beinhaltet die Anfangszeit weitere diagnostische Maßnahmen wie Laboruntersuchungen, EKG, gegebenenfalls EEG sowie bildgebende Verfahren und test-psychologische Diagnostik.

Anhand der Ergebnisse und ihrer ersten Erfahrungen erfolgt eine gemeinsame Zwischenbilanz, inwieweit Ihnen die Behandlung in unserer Tagesklinik II hilfreich ist und welche weiteren therapeutischen Maßnahmen (zum Beispiel Psychopharmaka) eingesetzt werden können.

In der multiprofessionellen Behandlungsphase kommen entsprechend der Behandlungsziele weitere Gruppentherapien wie die störungsspezifische Psychoedukation, ein soziales Kompetenz- sowie Selbstsicherheitstraining und ressourcenorientierte Angebote zu ihrem individuellen Therapieplan hinzu.

In den psychotherapeutischen Einzelgesprächen werden verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische, systemische, schematherapeutische und DBT-Ansätze integriert. Dabei ist das Ergebnis von Psychotherapie nicht planbar und wird ganz wesentlich von Ihrer Initiative und Beteiligung mitbestimmt.

Jeder tagesklinische Behandlungstag beginnt zudem mit einer Morgenrunde und endet mit einer Abschlussrunde.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit mit unseren Klinikseelsorgern in Kontakt zu treten.

Sozialdienst

Charakteristisch für die Soziale Arbeit im Kontext der Sozialpsychiatrie ist die Betrachtung des Menschen in seiner Ganzheitlichkeit, also mit seiner Individualität und seiner Entwicklungsgeschichte, mit seinem soziokulturellen Lebensraum und seiner wirtschaftlichen Situation.

Der Kliniksozialdienst ist fester Bestandteil der Stationsteams. Das Ziel unserer Sozialarbeiter und Sozialpädagogen besteht darin – unter Nutzung und Berücksichtigung vorhandener Ressourcen - Beratung, Unterstützung und Organisation von Hilfen zu gewährleisten. Dabei soll auf Grundlage des personenzentrierten Ansatzes eine individuell zugeschnittene, der persönlichen und sozialen Situation angemessene Hilfe gefunden werden.

Die Beratung und Unterstützung des Sozialdienstes in der TKII bezieht sich unter anderem auf folgende Themenbereiche:

  • Anträge und Formulare für bspw. Krankengeld, Fahrtkostenerstattung, Tagesstätte, Erwerbsminderungsrente, Schwerbehindertenrecht
  • Rehabilitative Hilfen zur Verbesserung, Erhaltung oder Wiederherstellung von Gesundheit, beruflichen oder sozialen Fähigkeiten (zum Beispiel medizinische und berufliche Rehabilitation)
  • Stufenweise Wiedereingliederung am Arbeitsplatz
  • Eingliederungshilfen im Bereich Wohnen und Tagesstrukturierung
  • Suche und Vermittlung von Beratungs- und Kontaktstellen sowie Begegnungsstätten oder Selbsthilfegruppen
  • gemeinsames Finden von sinnstiftenden Freizeitaktivitäten (Verein, Ehrenamt, Sport)
  • Vorsorgevollmacht

Darüber hinaus wird von unserem Sozialdienst ein sozialpädagogisches Gruppenangebot durchgeführt (Ressourcengruppe), welches einer Erweiterung und Festigung von Kompetenzen im sozialen Bereich dienen soll.

Sozialdienst Tagesklinik II

Sabine Vogt

Telefon: 03447 / 562-196
Telefax: 03447 / 562-231
E-Mail: s.vogt(at)psychiatrie-altenburg.de

Entlassung

Das Hauptziel Ihrer Behandlung besteht unter anderem darin, neue Problembewältigungsstrategien für den Alltag zu erlernen sowie einzuüben und insbesondere Ängste zu überwinden. Hierbei werden Sie durch unser multiprofessionelles Team während der Behandlungszeit begleitet.

Ein ebenso wichtiger Teil unserer Arbeit ist jedoch auch die Entlassungsvorbereitung, welche rechtzeitig gemeinsam mit Ihnen erarbeitet wird und welche wir als Transfer der hier erreichten Ziele und Veränderungen in Ihren Alltag verstehen.

Hierfür werden Sie in der Organisation von ambulanten Weiterbehandlungsmöglichkeiten wie der hiesigen psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle sowie in der Auswahl beziehungsweise Kontaktaufnahme zu Fachärzten, Selbsthilfegruppen und ambulanten Psychotherapeuten unterstützt.

In Einzelfällen wird die Weiterbehandlung durch unsere Institutsambulanz gewährleistet.

Während der Entlassungsvorbereitung werden Sie, wenn erforderlich, bei Alltagsproblemen wie der Beantragung relevanter Sozialleistungen etc. durch unsere Sozialarbeiterin unterstützt.

Zur Entlassung erfolgen sowohl ein therapeutisches als auch ein pflegerisches Gespräch.

Tagesklinik III

Qualifizierte Alkoholentzugsbehandlung

Die Tagesklinik für qualifizierte Alkoholentzugsbehandlung verfügt über zwölf Behandlungsplätze. In ihr werden erwachsene Patienten mit einer beginnenden oder einer manifestierten Alkoholabhängigkeit behandelt.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem konkreten Erkrankungsbild, den Begleiterkrankungen sowie der Behandlungsmotivation. Sie beträgt zwischen 14 und 21 Tagen. Ziele der Behandlung sind die Überwindung der körperlichen Abhängigkeit sowie die Entscheidung zum Verzicht auf das Suchtmittel. Kernelemente der Therapie sind die Förderung der Motivation und der Änderungskompetenzen.

Die Tagesklinik befindet sich im Erdgeschoß eines Wohnhauses am Rand der Altenburger Innenstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Neben drei Therapiezimmern verfügt sie über einen großen Gruppenraum, einen Aufenthaltsraum, einen Speiseraum mit Küchenzeile sowie Sanitärräume.

Persönliche Dinge können während der Therapie in einem Spind eingeschlossen werden. Hier sollte auch das Handy oder Smartphone verbleiben.

Das Behandlungsteam der Tagesklinik III besteht aus Oberarzt, Diplom-Psychologin, Arzt, Ergotherapeutin, Sozialarbeiterin sowie Mitarbeiterinnen der Krankenpflege.

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Kontakt

stellv. Chefarzt Swen-Michael Müller

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Zeitzer Straße 18, 04600 Altenburg
Telefon: 03447 / 4996109
Telefax: 03447 / 4996110
E-Mail: tagesklinik3(at)psychiatrie-altenburg.de

Aufnahme

Das Behandlungsangebot unserer Tagesklinik richtet sich an Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr, die aus nachvollziehbaren Gründen keine stationäre Behandlung wünschen. Es sollte eine stabile soziale Struktur bestehen, da die Abende und die Nächte zu Hause verbracht werden.

Nach telefonischer Vereinbarung kommen Sie mit einem ärztlichen Einweisungsschein und Ihrer Chipkarte zunächst zu einem beratenden Vorgespräch in die Tagesklinik. Die Anwesenheit Ihrer Partnerin beziehungsweise Ihres Partners oder einer anderen engen Bezugsperson beim Vorgespräch ist ausdrücklich erwünscht.

Anschließend erfolgt die Unterzeichnung des Behandlungsvertrags, der unter anderem die Festlegungen zur Behandlung und Einhaltung der Absprachen umfasst.

Die eigentliche Aufnahme erfolgt dann nach Absprache an einem Montag oder Dienstag. Wir bitten Sie, neben relevanten Vorbefunden und Ihrem Medikamentenplan auch bequeme Bekleidung mitzubringen.

Behandlung und Therapie

Das Ziel der Therapie besteht darin, die körperliche Abhängigkeit zu überwinden und eine Entscheidung zur Alkoholabstinenz zu treffen. Dabei wird das Ergebnis der Behandlung ganz wesentlich von Ihrer Initiative und Beteiligung mitbestimmt.

Die medikamentös unterstützte körperliche Entzugsbehandlung erfolgt nach medizinischen Parametern und Standards.

Unser qualifiziert-psychiatrisches Behandlungsprogramm beinhaltet Einzel- und Gruppentherapien. Es hilft Ihnen, Ihre innere Motivation zur Abstinenz zu fördern und Änderungskompetenzen aufzubauen. Den Kern bildet die Erarbeitung eines Verständnisses der psychischen Abhängigkeit und der sich daraus für Sie ergebenden persönlichen Veränderungsmöglichkeiten.

Sofern Ihnen relevante Leistungen oder Rehabilitationsmaßnahmen zustehen, wird unsere Sozialarbeiterin Sie während der Behandlung bei der Beantragung unterstützen.

Während der Behandlung sind Sie weder arbeitsfähig noch fahrtüchtig. Ihre tägliche An- und Abfahrt sollte daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder als Mitfahrer im PKW bewältigt werden. Die Ihnen dabei entstehenden Fahrtkosten werden in der Regel von Ihrer Krankenkasse erstattet.

Sozialdienst

Charakteristisch für die Soziale Arbeit im Kontext der Sozialpsychiatrie ist die Betrachtung des Menschen in seiner Ganzheitlichkeit, also mit seiner Individualität und seiner Entwicklungsgeschichte, mit seinem soziokulturellen Lebensraum und seiner wirtschaftlichen Situation.

Der Kliniksozialdienst ist fester Bestandteil der Stationsteams. Das Ziel unserer Sozialarbeiter und Sozialpädagogen besteht darin – unter Nutzung und Berücksichtigung vorhandener Ressourcen - Beratung, Unterstützung und Organisation von Hilfen zu gewährleisten. Dabei soll auf Grundlage des personenzentrierten Ansatzes eine individuell zugeschnittene, der persönlichen und sozialen Situation angemessene Hilfe gefunden werden.

Die Unterstützung des Sozialdienstes in der TKIII bezieht sich unter anderem auf:

  • Klärung von Anspruchsvoraussetzungen gegenüber Leistungsträgern sowie Hilfen zur finanziellen Sicherung des Lebensunterhalts (z.B. Krankengeld, ALG I, ALG II, Wohngeld, Grundsicherung, Erwerbsminderungsrente)
  • Ersthilfen zur Schuldenregulierung und Vermittlung in Schuldnerberatung
  • individuelle Beratung zur Beantragung sozialrechtlicher Leistungen (z.B. Fahrtkostenerstattung, Zuzahlungsbefreiung, Schwerbehindertenrecht, Heil- und Hilfsmitteln, Pflegeleistungen)
  • Beratung zu rehabilitativen Hilfen zur Verbesserung, Erhaltung oder Wiederherstellung von beruflichen oder sozialen Fähigkeiten wie zum Beispiel Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation (Entwöhnungsbehandlung = Langzeittherapie – bei Bedarf auch nahtlos im Anschluss an die Behandlung) und beruflichen Rehabilitation, zur stufenweisen Wiedereingliederung am Arbeitsplatz sowie Eingliederungshilfen im Bereich Wohnen und Tagesstrukturierung (z.B. Tagesstätte für Suchtkranke)
  • Unterstützung bei der Suche und Vermittlung von Beratungs- und Kontaktstellen sowie Begegnungsstätten oder Selbsthilfegruppen (z.B. Suchtberatungsstelle)
  • gemeinsames Finden von sinnstiftenden Freizeitaktivitäten (Verein, Ehrenamt, Sport)
  • Beratung zu Vorsorgevollmacht, gesetzlicher Betreuung und Patientenverfügung

Sozialdienst Tagesklinik III

Marietta Triebs

Diplom-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin (FH)

Telefon: 03447 / 562-195
Telefax: 03447 / 562-229
E-Mail: m.triebs(at)psychiatrie-altenburg.de

Entlassung

Um einen anhaltenden Therapieerfolg nach der Entlassung zu fördern, unterstützen wir Sie bei der Planung und Organisation weiterführender Hilfsangebote und Behandlungsmöglichkeiten.

Einen Schwerpunkt bilden die Motivation zur Inanspruchnahme von ambulanten Angeboten (wie zum Beispiel Suchtberatungsstelle und Selbsthilfegruppen) sowie die Vermittlung in intensive rehabilitative Nachfolgebehandlungen (wie zum Beispiel Entwöhnungs- oder Langzeitbehandlung). Die entsprechenden Kontakte werden bereits während Ihrer Behandlung in der Tagesklinik angebahnt.

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

In der Tagesklinik werden Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren mit psychischen Auffälligkeiten und Entwicklungsstörungen behandelt. Dafür stehen 7 Behandlungsplätze für Kinder und 7 Plätze für Jugendliche zur Verfügung. Ein großer Vorteil des tagesklinischen Settings ist, dass unsere Patienten täglich intensiv behandelt werden und trotzdem am Nachmittag bei ihren Familien sein können. Diese Balance ermöglicht es, therapeutische Fortschritte sowohl in der Klinik als auch im häuslichen Umfeld zu erarbeiten und zu erproben. In Einzelfällen ist eine intensive ambulante Nachbetreuung möglich, um erreichte Verbesserungen in den Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen zu integrieren. Diese erfolgt vor allem in Form einer intensivierten Einzel- oder Familientherapie.

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Behandlungsspektrum

Neben emotionalen Störungen, wie Ängsten, Depressionen und Zwangserkrankungen, behandeln wir auch psychosomatische Erkrankungen, wie Essstörungen und psychisch bedingte Bauch- oder Kopfschmerzen. Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörungen mit komplexem Beschwerdebild und expansivem Verhalten können unter Einbezug des Umfeldes behandelt werden. Zudem versuchen wir, Kindern mit traumatisch bedingten Erkrankungen und Beziehungsstörungen ein möglichst passendes Behandlungsangebot in einem ausreichend sicheren und stabilen Therapieumfeld zu bieten.

Behandlungsangebote

Kindergruppe

Unsere Kindergruppe richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren und bietet eine ganzheitliche Behandlung, die ärztliche und psychologische Einzeltherapien mit Ergo- und Mototherapie kombiniert. Zusätzlich bieten wir psychotherapeutische Gruppenangebote an, die den Kindern die Möglichkeit geben, mit Gleichaltrigen in einem unterstützenden Umfeld zu interagieren. Im Kinderbereich legen wir großen Wert auf den Einbezug der Eltern in die Behandlung, da dies einen wichtigen Beitrag zur Genesung des Kindes wie auch zum Wohlbefinden der ganzen Familie leisten kann.

Jugendgruppe

In der Jugendgruppe werden Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren behandelt. Für einen Behandlungszyklus werden alle Patienten und Patientinnen gemeinsam aufgenommen und absolvieren die Therapie als geschlossene Gruppe. Die Einzeltherapie findet teilweise als Gesprächspsychotherapie,teilweise als Kunsttherapie statt. Neben den Einzeltherapien steht eine psychodynamische Gruppentherapie im Vordergrund, in welcher interpersonellen Anteile der Erkrankungen bearbeitet werden können. Zudem können durch die Übernahme von gruppenbezogenen Pflichten praktische Fähigkeiten aufgebaut und eine gewisse Selbständigkeit erprobt werden.

Therapien

Die Behandlung erfolgt, wie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie üblich, multiprofessionell. Dabei versuchen wir, über psychiatrische,psychotherapeutische, kunst-, moto- und ergotherapeutische Interventionen mit den Patienten eine Verbesserung der Symptome zu erreichen. Täglicher Unterricht durch unsere Klinikschullehrerinnen ist in den Behandlungsalltag integriert. Zudem bieten Sport- und Outdooraktivitäten die Möglichkeit, die Gruppenfähigkeit und Sozialkompetenz zu steigern und positiv besetzte Körpererfahrungen zu machen.

Therapien

Die Anmeldung zur Behandlung erfolgt über unser Stationssekretariat unter der Telefonnummer 03447/562-419. Anmeldungen können durch niedergelassene ärztliche Kollegen oder durch die Eltern erfolgen. Vor der tagesklinischen Aufnahme besteht die Möglichkeit, in einem persönlichen Vorgespräch wechselseitig zu prüfen, ob unser Behandlungsangebot für die vorliegende Problematik geeignet ist. Wir bitten um Verständnis, dass die Aufnahme in die Behandlung über eine Warteliste erfolgt.

Kontakt

Ariane Trzaskowski

Sekretariat KJP

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon 03447 / 562-419
Telefax 03447 / 562-475
E-Mail tagesklinikkjp(at)psychiatrie-altenburg.de

Behandlungsteam

Die oberärztliche Leitung der Tagesklinik erfolgt durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Das Behandlungsteam besteht aus speziell psychiatrisch und psychotherapeutisch ausgebildeten Ärztinnen und Psychologinnen, Krankenschwestern und -pflegern, einem Erzieher, einem Heilerziehungspfleger, einem Sozialarbeiter, einer Kunst- und einer Moto- und Ergotherapeutin.

Kontakt

Matthias Bolz

Oberarzt TK KJP
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und - psychotherapie

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon 03447 / 562-419
Telefax 03447 / 562-475
E-Mail tagesklinikkjp(at)psychiatrie-altenburg.de

Andreas Günther

Teamleitung / Sozialdienst TK KJP

Zeitzer Straße 28, 04600 Altenburg
Telefon 03447 / 562-416
Telefax 03447 / 562-475
E-Mail tagesklinikkjp(at)psychiatrie-altenburg.de

Anfahrt

Mit dem Stadtbus erreichen Sie die Klinik in ca. drei Gehminuten von der Haltestelle „Am Steinweg“ (Linie L) sowie der ca. 4 Gehminuten entfernten Haltestelle „Lindenaustraße – Zeitzer Straße“ (Linie W). Der Bahnhof Altenburg liegt rund 1,8 km von der Klinik entfernt. Die S-Bahn von Leipzig oder Züge von Gera benötigen etwa ½ Stunde bis nach Altenburg. Die direkte Zufahrt erfolgt über den Grüntaler Weg.

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